Scharfe Schote: Chili

DIY: Chili selber ziehen – so geht’s!

Chilis gehören zu den am meisten verbreiteten Gewürzen der Welt. Sie sind auch eines meiner liebsten Würzmittel – und mein „Veggie des Monats“ März. Damit mein Vorrat an krachender Schärfe gesichert ist, baue ich Chilipflanzen gern selber an: Ich ziehe sie erst vor und pflanze sie dann in meinen Garten. Das ist ganz einfach und eignet sich auch für den Balkon. Ich verrate dir in diesem Beitrag meine besten Anzuchttipps für Chilis und alles Wissenswerte zu den scharfen Schoten.

Im Video erfährst du alles rund um die Anzucht von Chilis in kompakter Form.

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Foodbloger Alex Flohr zeigt dir in diesem Video, wie du Chilis selber anbauen kannst.

Woher kommen Chilis eigentlich?

Um Chilis selber anzubauen und den richtigen Standort für die Pflanzen zu finden, ist es gut zu wissen, woher sie eigentlich kommen. Ursprünglich stammen Chilis aus Mittel- und Südamerika, wo sie schon die Azteken und Mayas als Gewürz nutzten. Im 16. Jahrhundert von den Spaniern bei ihren Eroberungen entdeckt, kam die Pflanze dann nach Europa, wo sie im Mittelmeerraum ideale Wachstumsbedingungen fand: Chilipflanzen lieben es warm und sonnig!

Spanische und portugiesische Händler sorgten damals dafür, dass Chili auch nach Afrika, Indien und in den Orient gelangte. Und mittlerweile wird die Schärfe der unterschiedlichen Schoten, wie schon erwähnt, weltweit geschätzt.

Viele Chili-Arten und Chili-Sorten

Chili gibt es in vielen verschiedenen Formen und Schärfen. Jalapeño, Tabasco, Cayenne und Habanero sind die bekanntesten Sorten. Generell sind Chilis die Schoten des Nachtschatten-Gewächses Capsicum, von dem es wiederum mehrere Arten gibt.

Schon gewusst?!

Weltweit existieren laut Experten 3.000 bis 4.000 verschiedene Chilisorten. Diese enorme Anzahl verteilt sich auf etwa 35 verschiedene Arten.

Zu den bekanntesten Chili-Arten zählen:

  • Capsicum annuum: Am meisten verbreitete Art, zu der süß-milde Gemüsepaprika-Sorten wie Blockpaprika ebenso gehören wie der kleine und feurig-scharfe Tepin.
  • Capsicum baccatum: Eine besonders in Mittel- und Südamerika beliebte Chili-Art, die durch ihr besonders fruchtiges Aroma bekannt ist. Eine der bekannteren Sorten von C. baccatum ist Lemon Drop.
  • Capsicum chinense: Zwar kommt diese Chiliart nicht, wie fälschlicherweise angenommen, aus China, jedoch zählen die Sorten dieser Art zu den schärfsten. Bekannte Sorten sind Habanero oder Bhut Jolokia.
  • Capsicum frutescens: Früchte von C. frutescens sind stets sehr scharf, so auch die bekannte Sorte Tabasco.

Chilis vorziehen: So geht’s!

Chilis sind wärmeliebend, das musst du auch bei der Vorzucht und später bei der Standortwahl im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon beachten. Um deine eigenen Chilipflanzen vorzuziehen, benötigst du:

  • Chilisamen: Am besten verwendest du samenfeste Sorten, da du aus deren Samen später wieder neue Chilipflanzen vorziehen kannst. Bei Hybriden (auf der Packung meistens als „F1-Hybriden“ gekennzeichnet, funktioniert das nicht.)
  • Anzuchttöpfchen aus Pappe: Diese kannst du später direkt in die Erde setzen. Solche Töpfe kannst du kaufen, oder alternativ aus leeren Toilettenpapierrollen selbst basteln.
  • optional kleine Pflanzenmarkierer aus Holz. So weißt du später noch, welche Sorten du angebaut hast.
  • idealerweise ein Minigewächshaus für die Fensterbank. Alternativ kannst du etwas Frischhaltefolie oder kleine Gefrierbeutel verwenden. Dann brauchst du aber zusätzlich noch einen Teller/Untersetzer für die Anzuchttöpfchen.
  • spezielle Kräuter- und Anzuchterde für Gemüse oder Kokostabletten/Kokoserde. Wichtig ist, dass die Erde relativ nährstoffarm ist, damit die Pflänzchen nicht direkt in die Höhe schießen, sondern kurz und kräftig wachsen. Gedüngt wird später!
  • eine Sprühflasche mit Wasser zum Befeuchten der Erde oder eine kleine Gießkanne mit Brauseaufsatz.
  • Gemüseerde und Dünger zum Auspflanzen.

Nur 1-2 Sorten vorziehen!

Für das Vorziehen deiner Chilis solltest du dir erst einmal 1-2 Sorten aussuchen, die du gern anbauen möchtest. Du brauchst nicht viele Samen und solltest auch nicht allzu viele Pflanzen vorziehen. Eine einzelne Chilipflanze bringt eine beachtliche Menge an Früchten hervor, die deine Gerichte lange würzen werden. Darum ist hier weniger mehr. Die übrig gebliebenen Samen kannst du verschenken oder an einem kühlen, dunklen Ort bis zum nächsten Jahr aufbewahren. Oder du ziehst ein paar mehr Pflanzen vor und verschenkst den Überschuss. Bei der Planung ist es hilfreich zu wissen, dass wahrscheinlich nicht alle Samen keimen werden und nicht alle Jungpflanzen den Weg ins Beet oder den Topf schaffen. Darum ziehe ca. zwei Pflanzen mehr vor, als du brauchst.

Erst warm, dann kalt: ideale Orte für die Anzucht

Als Ort für die Anzucht brauchst du zuerst einen Platz, an dem mindestens 20° C, besser 25° C, herrschen. Hier muss es noch nicht allzu hell sein, da Chilis Dunkelkeimer sind. Später, wenn die kleinen Sämlinge ihre Köpfe aus der Erde strecken, brauchst du einen hellen Ort, an dem es nicht allzu warm ist. Optimal wären 15°C. Vielleicht hast du einen unbeheizten, hellen Flur oder ein Treppenhaus? Ein paar Grad mehr sind aber auch noch ok, zum Beispiel auf der Fensterbank im Schlafzimmer, wo man es ja meistens kühler hat.

Anzucht: So wird’s gemacht!

Fülle als erstes deine Anzuchttöpfchen zu 2/3 mit Erde. Dann legst du jeweils einen Chilisamen in die Töpfchen, befeuchtest das Ganze mit Wasser und bedeckst die Samen mit ca. 2 cm Erde. Nochmal mit Wasser befeuchten und ins Mini-Gewächshaus stellen. Alternativ die Töpfe mit Frischhaltefolie oder Gefrierbeuteln bedecken, in die du ein paar Luftlöcher stechen kannst. Nun erfolgt die Keimung, die um die zwei Wochen dauert. Gieße regelmäßig, die Erde darf nie austrocknen.

Chilis erst nach den „Eisheiligen“ auspflanzen

Sobald die Chilipflanzen mit den ersten beiden Blättern (den sog. Keimblättern) aus der Erde ragen, kannst du sie an einen hellen, etwas kühleren Ort bringen. Hier bleiben sie, bis sie ins Freiland oder in größere Töpfe umziehen. Da die Pflanzen sehr frostempfindlich sind, ist der beste Zeitpunkt zum Auspflanzen nach den Eisheiligen im Mai, besser noch Anfang Juni (je nach Witterung).  

Im Garten oder auf dem Balkon lieben die Chilis einen warmen, windgeschützten Standort, lockeren, humosen Boden und regelmäßige Wasser- und Düngergaben. Für die Terrasse oder den Balkon benötigst du Pflanztöpfe mit mindestens fünf Liter Fassungsvermögen, besser zehn Liter.

Bis zur Frucht viel gießen!

Wenn du die Pflanzen direkt ins Beet pflanzt, lockere den Boden vorher gut auf, gib 1-2 Handvoll Naturdünger gemischt mit Komposterde in das Pflanzloch und setze die Chilipflanzen hinein. Am besten wässerst du die Pflanzen vorher nochmal ordentlich. Dann Erde um den Wurzelballen anhäufen, gut andrücken und nochmal wässern. Am besten machst du einen kleinen Gießrand um die Pflanze herum, damit das Wasser auch wirklich zu den Wurzeln gelangt. Chilis sollten immer gut gewässert werden. Sobald sich die Früchte zeigen, solltest du das Gießen etwas reduzieren. Dann bildet sich mehr vom scharfen Stoff Capsaicin.

Zu anderen Chilipflanzen am besten einen Abstand von ca. 40 cm einhalten. Chilis vertragen sich im Beet gut mit Kräutern (z.B. Basilikum, Schnittknoblauch, Rosmarin, Oregano) oder Salat. Auch Blumen mit niedrigem Nährstoffbedarf, wie zum Beispiel Ringelblumen, eignen sich gut.

Scharfe Maßeinheiten: Chilis und die Sache mit der „Scoville-Skala“

Wer übrigens glaubt, Chili sei einfach nur scharf, liegt falsch. Die roten, gelben, orangefarbenen oder grünen Verwandten der Paprikaschote können je nach Dosierung sogar feinste Geschmacksnuancen hervorlocken. Bester Beweis dafür ist die Tradition der Azteken, die mit Chili ihre Schokolade gewürzt haben sollen.

Der Schärfegrad von Chili hängt vom Gehalt an Capsaicin ab. In fein abgestimmter Dosis macht der Stoff die Zunge keineswegs taub, sondern besonders feinfühlig und regt das Geschmacksempfinden an. Das Brennen im Mund kommt vor allem von Capsaicin und Dihydrocapsaicin. Diese Stoffe reizen Nervenendungen im Mund, die sogenannten Nozizeptoren. Sie warnen uns sonst, wenn wir uns den Mund verbrennen – was auch das brennende Gefühl bei scharfem Essen erklärt.

Den Gehalt an Capsaicin wurde vor rund 100 Jahren in sogenannten Scoville-Einheiten gemessen. Auch Chili ordnet man auf einer entsprechenden Skala ein. Beim Scoville-Test wird die untersuchte Probe so lange verdünnt, bis keine Schärfe mehr zu schmecken ist. Der Grad der Verdünnung ist der Scoville-Grad.

15.000 Liter Wasser zur Neutralisation!

Unscharfe Paprika hat zum Beispiel 0 Scoville, reine Capsaicinoide haben zwischen 15.000.000 und 16.000.000 Scoville. Das bedeutet, dass 15 Millionen Milliliter (15.000 Liter) Wasser benötigt werden, um einen Milliliter reines Capsaicin zu neutralisieren.

Da jeder Mensch unterschiedlich stark an Schärfe gewöhnt ist, ist die Scoville-Skala für den Einzelnen recht ungenau. Heute wird meist ein Verfahren verwendet, das die Konzentration von Capsaicin misst: die Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC). Besteht eine Probe zu einem Millionstel aus Capsaicin (0,0001 Prozent), entspricht dies etwa 15 Scoville. Wegen der größeren Bekanntheit werden die HPLC-Werte oft trotzdem in Scoville umgerechnet.

Beim Umrechnen erhält man allerdings Werte, die ca. ein Drittel niedriger sind als die Werte, die beim Scoville-Test herauskommen würden.

Scoville-Skala: Die Übersicht

Diese entspricht 100 bis 1.500 Scoville-Einheiten und gilt als mild, was relativ ist: Die meisten Europäer empfinden sogar 20 Scoville-Einheiten als scharf.

1.500 bis 15.000 Scoville-Einheiten bezeichnet man als scharf. Auf dieser Stufe stehen zum Beispiel die meisten gängigen Chilisaucen.

15.000 bis 100.000 Scoville-Einheiten gilt auch unter geübten Chili-Essern als sehr scharf.

100.000 bis 200.000 Scoville-Einheiten läuft unter extrem scharf und treibt sogar routinierten Chili-Fans Tränen in die Augen.

Gesundheitliche Wirkung von Chili: schweißtreibend, antibakteriell, antientzündlich

Der Körper reagiert auf Capsaicin mit erhöhter Durchblutung und schüttet das Glückshormon Endorphin aus. Es kann dabei zu einem euphorischen Zustand kommen, dem sogenannten „Pepper-High“. Dann wird scharfes Essen nicht nur als schmerzend empfunden. Gleichzeitig führt das Capsaicin zu Hitzewallungen und Schweißbildung. Man geht davon aus, dass sich Menschen in warmen Regionen diesen Effekt bewusst zu Nutze machen: Durch das Schwitzen wird die Körpertemperatur gesenkt, der Körper kühlt ab.

Die antibakterielle Wirkung von Capsaicin hat einen weiteren positiven Effekt für die Aufbewahrung von Speisen in warmen Ländern. Die Entwicklung von Mikroorganismen wird gehemmt. Außerdem regt Capsaicin die Magenmotorik an und steigert die Magensaft-Sekretion. So kurbelt es die Verdauung an. Fettreiche Speisen können durch die erhöhte Magensaft-Produktion besser verdaut werden. Auch der Speichelfluss wird durch scharfes Essen angeregt, was sich positiv auf die Zahngesundheit auswirken kann.

„Wundermittel“ Capsaicin?


Capsaicin wird auch als pharmazeutischer Wirkstoff in Form von Pflastern oder Salben gegen verschiedene Schmerzformen und Durchblutungsstörungen eingesetzt.
Typische Anwendungsgebiete sind Schmerzen durch Verspannungen, Sportverletzungen, Nervenschmerzen oder periphere rheumatische Schmerzen.
Tipp: Einige Cremes mit dem Inhaltsstoff Capsaicin können unsere Versicherten übers Gesundheitskonto erstatten lassen!

Verbesserte Durchblutung

Die gefäßerweiternde Wirkung des Capsaicin führt zu einer verbesserten Durchblutung unter anderem der Schleimhäute, wodurch auch das Geschmacksempfinden sensibilisiert wird.

Für den Wirkstoff Capsaicin wurden in experimentellen wie klinischen Studien günstige Effekte auf Funktionen des Herzkreislaufsystems und auf metabolische Vorgänge sowie antientzündliche Wirkungen nachgewiesen. Entscheidend scheine aber das komplette Ernährungsmuster und weniger eine einzelne Nahrungskomponente zu sein.

Der Neurologie Professor J. David Spence vom Stroke Prevention and Atherosklerosis Research Center, London, Ontario, der eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht hat, merkt an: Besonders günstig ist eine mediterrane Kost, reich an Früchten, Obst, Fisch und Vollkorn. „Mit einer Prise Tabasco wird man aus Fastfood kein gesundes Essen zaubern können.“, so Spence.

Nährstoffe und Besonderheiten der Chili

Die Nährwertangaben basieren auf dem Bundeslebensmittelschlüssel 3.02 und beziehen sich auf 100 g des entsprechenden Lebensmittels.

Inhaltsstoff Menge/Einheit
Broteinheiten 2,7 BE
Kilokalorien 377 kcal
Kilojoule 1577 kJ
Eiweiß 12,00 g
Fett 17,00 g
Kohlenhydrate 32,00 g
Alkohol 0,00 g
Wasser 8,01 g
Ballaststoffe gesamt 24,90 g

Vitamine und Mineralstoffe

Da man von Chili normalerweise sehr kleine Mengen verzehrt, ist nicht davon auszugehen, dass man den Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen dadurch decken kann. Dennoch eine kleine Übersicht:

  • Vitamin C: Je nach Sorte bringen es 100 g Chili auf 180 mg. Das entspricht fast dem Doppelten der empfohlenen Tagesmenge.
  • Vitamin A: In 100 g Chili finden sich 0,5 mg des Provitamin A. Die empfohlene Tagesmenge liegt bei 2-5 mg.
  • Kalium: 290 Milligramm pro 100 Gramm. Dieser Mineralstoff ist lebensnotwendig und für eine reibungslose Funktion des Nervensystems, der Muskeln und des Herzens zuständig

Allergien und Unverträglichkeiten

Eine echte Chili-Allergie tritt nicht sehr häufig auf. Ursache ist oft das Capsaicin. Es bestehen aber einige Kreuzallergien zum Chili. Die Kreuzallergie tritt meist bei Baum-und Kräuterpollen auf. Chili kommt in sehr vielen Speisen und Snacks vor und gehört zu den meistverwendeten Gewürzen. Auch wenn eine Allergie gegen Chili selten ist, sind immer mehr Menschen betroffen, da Chili in den letzten Jahrzehnten immer öfter in unseren Speisen zu finden ist.

Reaktionen auf Chili müssen nicht immer allergisch sein, es kann auch eine Unverträglichkeit vorliegen. Bei einer solchen ist das Verdauungssystem nicht in der Lage, bestimmte Stoffe der Chili zu verdauen. Es kommt dann zu Symptomen, die einer Allergie ähneln. Diese sind: Aufstoßen, starkes Völlegefühl oder Durchfall und Blähungen mit Bauchschmerzen und Magenkrämpfen. Im Gegensatz zu einer echten Chili-Allergie fehlen aber Symptome wie Jucken im Hals oder Rachen sowie das Anschwellen von Lippen und Zunge.

Einkaufstipps: Darauf solltest du beim Kauf von Chilis achten

Auch Chili kauf man am besten aus regionalem, saisonalem und biologischem Anbau. Im Handel werden Chilis gemahlen (Cayenne), zerdrückt, als getrocknete oder frische Schoten oder als Soßen (Tabasco) und Pasten angeboten. In der Regel sind die grünen, frischen Schoten nicht ganz so scharf wie die reifen gelben bis schwarzen. Wer es nicht allzu scharf mag, sollte eher große Chilischoten wählen. Umgekehrt greift man besser zu sehr kleinen Chilis, wenn man viel Schärfe möchte.

Lagerung von Chilis

Frisch geerntete Chilis lagert man am besten im Kühlschrank. Die Schoten sollten dabei am besten offen liegen, da sich sonst Kondenswasser und daraufhin Schimmel bilden kann. Im Kühlschrank halten sich frische Chilis mehrere Wochen. Getrocknete Chili sowie Chiliflocken und gemahlene Chilis behalten viele Monate lang Geschmack und Schärfe, wenn man sie gut verschlossen und vor Wärme geschützt aufbewahrt.

Ist die (eigene) Chili-Ernte sehr reich ausgefallen und können nicht alle Schoten auf einmal verarbeitet werden, bieten sich viele Methoden zum Haltbarmachen an.

Die einfachste Methode zum Konservieren von Chilis ist das Einfrieren. Chilis vertragen die Zeit in der Tiefkühltruhe sehr gut und können nach dem Auftauen wie frische Chilis verwendet werden. Andere Möglichkeiten, um Chilis zu konservieren, sind zum Beispiel das Dörren, Einlegen oder Einkochen. Aber auch das Fermentieren (wie bei Sauerkraut) ist eine wunderbare Methode, um Chilis lange haltbar zu machen.

Tipps fürs Zubereiten

Beim Putzen und Kleinschneiden von frischen Chilischoten empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, damit das Capsaicin nicht auf der Haut brennt. Wer es nicht ganz so scharf mag, sollte die Samen sowie die weißen Häutchen vor der Verwendung entfernen.


Mehr von Alex Flohr findest du immer aktuell auf seiner Website „Hier kocht Alex“ – und hier auf diesem Blog. Viel Spaß!

Alexander Flohr

Alexander Flohr ist Handwerksmeister, Vater von drei Kindern, Hundebesitzer und leidenschaftlicher „Pflanzenfresser“. Er ist Kochbuch-Autor und YouTuber. Er selbst nennt sich einen „Fischkopp in Brandenburg“, den seine Eltern dereinst von der Ostsee an den Berliner Speckgürtel verschleppt haben. Mit seinen Kochbüchern und -videos begeistert er viele für vegane Ernährung – denn wenn Alex kocht, wird’s garantiert „oberlecker“! Er bereichert seit Februar 2021 unser „Veggie-des-Monats“-Autorenteam.

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