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BKK ProVita

Rentner

So können Sie sich als Rentner bei der BKK ProVita versichern

Sie sind Rentner oder werden demnächst in Rente gehen? In allen Fragen der Kranken- und Pflegeversicherung helfen wir Ihnen gern weiter.

Bei der Rentenantragsstellung prüfen wir unaufgefordert, ob Sie die Voraussetzung für die Krankenversicherung der Rentner erfüllen oder ob Sie sich freiwillig versichern müssen.

Krankenversicherung für pflichtversicherte Rentner

Beitragshöhe

Der Beitrag für pflichtversicherte Rentner errechnet sich prozentual aus

  • gesetzlicher Rente
  • Versorgungsbezug (Betriebsrenten)
  • Arbeitseinkommen aus selbständiger Tätigkeit
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Gewerbebetrieb (z. B. Photovoltaik)
  • ausländischer Rente

Bei versicherungspflichtigen Rentnern wird als Beitragssatz für die Beiträge aus der Rente der für alle Krankenkassen geltende allgemeine Beitragssatz in Höhe von 14,60 % berücksichtigt. Die so bemessenen Krankenversicherungsbeiträge tragen der Rentenversicherungsträger und der versicherungspflichtige Rentner jeweils zur Hälfte.

Ab 1. Januar 2015 können Krankenkassen, die mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds ihren Finanzbedarf nicht decken können, einen prozentualen Zusatzbeitragssatz von ihren Mitgliedern erheben. Der Zusatzbeitrag wird prozentual von den beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds erhoben. Veränderungen des Zusatzbeitragssatzes werden jeweils vom ersten Tag des zweiten auf die Veränderung folgenden Monats an wirksam. Der Zusatzbeitrag (1,30 %) ist vom 01.01.2020 an vom Rentenversicherungsträger und vom Rentner jeweils zur Hälfte (0,65 %) zu tragen.

Aus Versorgungsbezügen/Arbeitseinkommen trägt der Versicherte den Beitrag zur Krankenversicherung – sofern die Bezüge den Betrag von 159,25 € überschreiten – allein.

Welcher Beitragssatz für die Berechnung der Beiträge Anwendung findet, richtet sich nach der Art der betragspflichtigen Einnahmen:

Art der EinkünfteBeitragssatz ab 01.01.2020
Rente der gesetzlichen Rentenversicherung
Versorgungsbezug
Betriebsrente

Allgemeiner Beitragssatz 15,90 %
Gesetzliche Rente aus dem AuslandHalber allgemeiner Beitragssatz 7,95 %

Wichtige Neuerungen:GKV-Betriebsrentenfreibetragsgesetz ab 01. Januar 2020

Zum 1. Januar 2020 tritt das GKV-Betriebsrentenfreibetragsgesetz in Kraft. Das ist für viele Bezieher von Leistungen aus betrieblicher Altersvorsorge ein Grund zur Freude, weil daraus eine Beitragsentlastung in der Krankenversicherung resultiert.

Ab 1. Januar 2020 gilt ein Freibetrag in Höhe von 159,25 Euro, der nur für die Krankenversicherung gilt. Für die ersten 159,25 Euro der Betriebsrente müssen ab diesem Zeitpunkt keine Beiträge zur Krankenversicherung mehr gezahlt werden. Nur für den übersteigenden Betrag sind dann Krankenkassenbeiträge zu zahlen.

Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung hat der Gesetzgeber keine Entlastung vorgesehen.

Das GKV Betriebsrentenfreibetragsgesetz sieht vor, dass der Freibetrag ab dem 1. Januar 2020 von der Summe der monatlichen beitragspflichtigen Einnahmen aus Betriebsrenten abzuziehen ist. Demensprechend ist der Freibetrag nur einmal zu berücksichtigen, auch wenn mehrere Betriebsrenten bezogen werden. Das bedeutet, dass beim Bezug von mehreren Versorgungsbezügen festzulegen ist, bei welchem Versorgungsträger der Freibetrag berücksichtigt wird. Darin liegt die Schwierigkeit der praktischen Umsetzung. Im bisherigen Meldeverfahren zwischen den Krankenkassen und den Versorgungseinrichtungen ist die Meldung eines Freibetrages derzeit nicht vorgesehen.

Da das Betriebsrentenfreibetragsgesetz sehr kurzfristig beschlossen wurde, sind diverse rechtliche und technische Details zur Umsetzung noch ungeklärt. Eine Neuberechnung der Krankenversicherungsbeiträge ist daher leider voraussichtlich frühestens im Laufe des 3. Quartales des Jahres 2020 möglich. Zunächst werden weiter die Krankenversicherungsbeiträge aus der vollen Betriebsrente berechnet. Sobald alle noch offenen Fragen geklärt und die technischen Anpassungen erfolgt sind, erhalten Sie selbstverständlich rückwirkend zum 1. Januar 2020 die zu viel gezahlten Beiträge von der Zahlstelle Ihres Versorgungsbezuges oder – wenn Sie die Beiträge selbst an uns zahlen – von uns als Krankenkasse zurück. Ein gesonderter Antrag ist nicht zu stellen. Gesetzlich geregelt ist, dass für die bis zum 31. Dezember 2020 ausgezahlten Erstattungsbeträge keine Verzinsung erfolgen wird.

Wir bitten Sie, in dieser auch für die Krankenkassen unbefriedigenden Situation, um Verständnis.

Verbesserter Zugang zur Krankenversicherung der Rentner ab 01. August 2017

Durch das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) können sich Rentnerinnen und Rentner ab dem 01. August 2017 pro Kind drei Beitragsjahre für die gesetzliche Krankenversicherung anrechnen lassen. Dadurch erreichen vor allem Frauen leichter die 9/10 Regelung der Vorversicherungszeit.

Das Gesetz kennt keine Übergangsregelung. D.h. es sind auch Personen betroffen bzw. können von der Neuregelung profitieren, die ihren Rentenantrag vor dem 01. August 2017 gestellt haben und mangels Vorversicherungszeit bisher nicht in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert bzw. als Rentenantragsteller Pflichtmitglied sind. Die Versicherungspflicht beginnt dann mit in Kraft treten des Gesetzes zum 01. August 2017.

Bei den Bestandsfällen ist eine Prüfung der Versicherungspflicht nur auf Antrag der jeweiligen Person durchzuführen. Es kann hierzu ein Antrag auf Prüfung der Versicherungspflicht unter Berücksichtigung der gesetzlichen Neuregelung gestellt werden. Dem Antrag beizufügen sind entsprechende Nachweise der Elterneigenschaft wie z.B. Geburtsurkunde, Auszug aus dem Familienbuch, Adoptionsurkunde. Kopien von diesen Nachweisen sind ausreichend.

Freiwillig versicherte Rentner

Beitragshöhe

Bei freiwillig versicherten Rentnern ist für die Beitragsbemessung die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen. Aus diesem Grund sind neben der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung und aus Versorgungsbezügen/Betriebsrenten auch alle weiteren Einkünfte (z.B. Mieteinkünfte, Kapitalerträge, private Altersrenten) beitragspflichtig.

Bei der Beitragsberechnung ist wie bei den Sonstigen freiwillig Versicherten die Mindestbeitragsbemessungsgrenze in Höhe von 1.061,67 € zu berücksichtigen. Unter Umständen ist auch hier das Einkommen des nicht gesetzlich krankenversicherten Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner zu berücksichtigen.

Welcher Beitragssatz für die Berechnung der Beiträge Anwendung findet, richtet sich nach der Art der betragspflichtigen Einnahmen:

Art der EinkünfteBeitragssatz ab 01.01.2020
Rente der gesetzlichen Rentenversicherung
Versorgungsbezug
Betriebsrente

Allgemeiner Beitragssatz 15,90 %*
Gesetzliche Rente aus dem AuslandHalber allgemeiner Beitragssatz und Zusatzbeitrag 7,95 %*
Sonstige Einnahmen (z. B. Einkünfte aus Vermietung & Verpachtung, private Rente, Kapitalerträge)
Ermäßigter Beitragssatz 15,30 %*

*Inklusive Zusatzbeitrag 1,30 %.

Beitragszuschuss

Auf Antrag zahlt der Rentenversicherungsträger einen Zuschuss in Höhe von 7,95 % zur Krankenversicherung mit der monatlichen Rente aus.

Beitragszahlung

Sie können Ihre Beiträge ganz einfach per Bankeinzug begleichen. Dann buchen wir Ihre Beiträge immer pünktlich von Ihrem Konto ab. Dazu erteilen Sie uns eine Einzugsermächtigung per SEPA-Lastschrift-Mandat.

Oder Sie überweisen Ihre Beiträge selbst. Bitte beachten Sie: Ihre Beiträge müssen spätestens am 15. des Folgemonats auf unserem Konto gutgeschrieben sein. Zum Beispiel: der Beitrag für den Monat Januar ist bis spätestens 15. Februar zur Zahlung fällig (Eingang bei der BKK ProVita).

Bitte geben Sie bei jeder Überweisung unbedingt „Beitrag“ und Ihre Krankenversichertennummer sowie Ihren Namen an.

Bitte überweisen Sie Ihre Beiträge auf folgendes Konto:
IBAN DE67 7004 0041 0223 9200 00
BIC COBADEFF700

Weitere Informationen

Mehr zur Krankenversicherung der Rentner finden Sie im Merkblatt der Deutschen Rentenversicherung.

Oder Sie rufen uns an. Die BKK ProVita berät Sie gern.