Das Coronavirus (SARS-CoV-2) – aktuelle Infos & FAQ für Versicherte

Hier haben wir wichtige Informationen und häufige Fragen unserer Versicherten zur Corona-Pandemie für Sie zusammengefasst:

  • Unsere Service-Center haben alle umfangreiche Hygienemaßnahmen umgesetzt und wieder für Sie geöffnet.
  • Seit 1. Juni 2020 ist keine elektronische Krankschreibung mehr möglich sondern wieder ein Arztbesuch erforderlich.
  • In allen Bundesländern gilt eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche.  Sogenannte „Community Masken“ oder auch ein Schal sind ausreichend. Wichtig ist, dass dieser über Mund und Nase reicht. Die bundesland-spezifischen Regelungen und Vorschriften finden Sie hier.
  • Das Coronavirus wird zumeist über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Viele Eigenschaften des neuartigen Virus sind momentan noch nicht bekannt, z. B. wann nach Ansteckung bei einem Infizierten Symptome erkennbar sind (Inkubationszeit), wie schwer die Krankheit verläuft oder über welchen Zeitraum Erkrankte Viren ausscheiden bzw. noch infektiös sind. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit maximal 14 Tage beträgt.
  • Das neuartige Coronavirus kann Atemwegssymptome und Fieber auslösen. Bei schwerem Verlauf kann es zu Atemproblemen und Lungenentzündungen kommen. Allgemein verläuft eine Infektion relativ milde wie ein grippaler Infekt und heilt innerhalb etwa einer Woche aus. Potenziell gefährlich ist die Infektion vor allem für ältere Menschen und Patient:innen mit chronischen Grunderkrankungen. Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus.
  • Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen, helfen Hygiene-Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus:
    • häufiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife,
    • Husten- und Nies-Etikette (nicht in die Hand, sondern in die Ellenbeuge niesen, Taschentücher nur einmal verwenden)
    • Abstand halten, mindestens 1,5 Meter
    • Schutzmaske tragen
  • Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, gilt eine Meldepflicht von Verdachtsfällen beim zuständigen Gesundheitsamt. Personen, die berechtigte Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, weil sie mit einem labordiagnostisch nachgewiesen Infizierten Kontakt hatten oder aus Regionen zurückkehren, in denen es vermehrt zu Übertragungen kommt, sollen generell Kontakte zu anderen Personen vermeiden und sich mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Wenn diese Menschen medizinische Hilfe benötigen, sollen sie nach telefonischer Anmeldung einen Arzt aufsuchen. Selbstverständlich ist bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Versorgung bei einem begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung sichergestellt. Das schließt auch die medizinisch notwendige Diagnostik mit ein. Die Entscheidung über eine Testung obliegt dem behandelnden Arzt.
  • Weiterhin gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige, touristische Reisen in bestimmte Länder. Nähere Informationen finden Sie hier.

Risikobewertung durch das Robert-Koch-Institut (Stand 02.07.2020)

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein.

Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Die Anzahl der neu übermittelten Fälle ist seit etwa Mitte März rückläufig. Viele Kreise übermitteln derzeit nur sehr wenige bzw. keine Fälle an das RKI. Es kommt aber immer wieder zu einzelnen Ausbruchsgeschehen. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit weiterhin insgesamt als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

FAQ

Versicherte

Die BKK ProVita übernimmt bei einem begründeten Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung die Kosten für die Testung. Ärzte können den Test auf Infektion mit dem Coronavirus durchführen und über die Versichertenkarte abrechnen, wenn sie den Test auf Grund der vorliegenden Symptomatik für erforderlich halten. Der Test wird immer dann bezahlt, wenn die vom Robert-Koch-Institut (RKI) formulierten Kriterien vorliegen, d.h. wenn Krankheitssymptome bestehen und/oder eine Warnung per Corona-Warn-App erfolgt.

Bei Testungen, die vom Öffentlichen Gesundheitsdienst ohne Krankheitssymptome angeordnet werden, werden die Kosten direkt über die jeweils zuständige Kassenärztliche Vereinigung abgerechnet.

Sonderreglung für Bayern:

Bayern ermöglicht jedem Bürger unabhängig vom Vorliegen von Symptomen eine Testung. Bei Tests, die nicht aufgrund entsprechender Krankheitssymptome und/oder Warnung durch die Corona-Warn-App durchgeführt werden, werden die Kosten über die Kassenärztliche Vereinigung mit dem Freistaat Bayern abgerechnet.

Nein, der Selbsttest wird nicht von der Krankenkasse übernommen.

Nein, diese Kosten sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Nein, diese Kosten sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Es gibt FFP2- und FFP3-Masken sowie sogenannte „Community-Masken“ oder DIY-Masken, die selbst genähte werden. Jede dieser Masken hat andere Schutzeigenschaften. FFP2- und FFP3-Masken schützen beim Einatmen den Träger vor einer Infektion. Diese Masken sind aufgrund des Versorgungs-Engpasses derzeit Hochrisiko-Gruppen vorbehalten, beispielsweise Klinik-Personal. Die selbst genähten Behelfsmasken können beim Ausatmen das Umfeld des Trägers vor einer potentiellen Infektion schützen. Als Schutzmasken dürfen sie trotzdem nicht bezeichnet werden – dafür gibt es strenge Vorgaben und Zulassungen. Trotzdem werden sie aktuell im Umgang mit anderen Menschen, z.B. beim Einkaufen und der Nutzung des ÖPNV, empfohlen. Beide Arten von Mundschutz, ebenso Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Coronavirus-Prävention, sind keine Hilfsmittel im Sinne der Vorgaben für die gesetzliche Krankenversicherung. Daher können wir die Kosten dafür leider nicht übernehmen. Bitte nutzen Sie die Angebote oder auch Nähanleitungen, die derzeit bei vielen regionalen Anbietern, z.B. Schneidern, Nachbarschaftshilfen u.ä., oder auch online angeboten werden.

Wir öffnen schrittweise wieder unsere Service-Center mit umfangreichen Hygienemaßnahmen. Ob das Service-Center in Ihrer Nähe wieder geöffnet ist, erfahren Sie hier.

Eine Verlängerung bzw. die Bewilligung einer Neuausstellung ist möglich.

Ja, die Kurse können bis 31.12.2020 per Live-Übertragung durchgeführt werden. Wir erstatten zwei zertifizierte Präventionskurse im Jahr in Höhe von max. 213 €, je Kurs 80 % der Kosten

Ja. Falls sich Ihr Einkommen aufgrund der Corona-Pandemie stark reduziert hat, können wir Ihre Beiträge senken. Teilen Sie uns bitte schriftlich mit, in welchem Umfang sich Ihr Einkommen verringert hat, und machen Sie Angaben zu Ihrer aktuellen Einkommenssituation.

Pflege

Die Pflichttermine, sogenannte Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI, die die Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld sind, werden bis zum 30.09.2020 ausgesetzt. Die Betroffenen erhalten dennoch Pflegegeld.

Derzeit finden keine Besuch durch den Medizinischen Dienst statt, um den Grad der Pflegebedürftigkeit festzustellen. Die Einstufung erfolgt nach Aktenlage und ggf. telefonischer Befragung.

Arbeitgeber

Vor Ausspruch eines Beschäftigungsverbots wenden Sie sich bitte an die Krankenkasse der schwangeren Mitarbeiterin. In der Regel erfolgt bei einem betrieblichen Beschäftigungsverbot eine Erstattung über die Umlage 2.

Wenn Sie aufgrund der Corona-Pandemie wirtschaftlich betroffen sind, haben Sie die Möglichkeit, eine zinslose Stundung der bestehenden Forderungen sowie der laufenden Beiträge bis zum Beitragsmonat April 2020 zu beantragen. Diese Forderungen können bis zum 27.05.2020 gestundet werden, wenn Sie staatliche Hilfen beantragt haben.

Datum der Veröffentlichung:

27.02.2020 (Update: 06.07.2020)

Quellen:

Robert Koch-Institut (RKI); Auswärtiges Amt (AA); Bundesministerium für Gesundheit (BMG); Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Wichtiger Hinweis: Diese Informationen sind allgemein gefasst und ersetzen keinen persönlichen Kontakt zu einem Arzt oder einer Ärztin.

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