Das Coronavirus (SARS-CoV-2) – aktuelle Infos & FAQ für Versicherte

Hier haben wir wichtige Informationen und ein FAQ zur Corona-Pandemie für Sie zusammengefasst:

  • Unsere Service-Center öffnen schrittweise wieder mit umfangreichen Hygienemaßnahmen. Ob das Service-Center in Ihrer Nähe wieder geöffnet ist, erfahren Sie hier.
  • Eine telefonische Krankschreibung ist für bis zu sieben Kalendertage bei leichten Atemwegsbeschwerden bis 31. Mai 2020 weiterhin möglich. Nähere Infos zur telefonischen Krankschreibung finden Sie hier. Ab 01. Juni 2020 ist ein Arztbesuch wieder notwendig.
  • In allen Bundesländern gilt bereits oder ab spätestens kommender Woche eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche. Inwieweit und ab wann die Maskenpflicht in Ihrem Bundesland gilt, erfahren Sie direkt beim Innenministerium Ihres Bundeslandes.  Sogenannte „Community Masken“ oder auch ein Schal sind ausreichend. Wichtig ist, dass dieser über Mund und Nase reicht. FFP2- und FFP3-Masken sind aufgrund des Versorgungs-Engpasses Hochrisiko-Gruppen vorbehalten, beispielsweise Klinik-Personal.

Ältere Meldungen

  • Das Coronavirus wird zumeist über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Viele Eigenschaften des neuartigen Virus sind momentan noch nicht bekannt, z. B. wann nach Ansteckung bei einem Infizierten Symptome erkennbar sind (Inkubationszeit), wie schwer die Krankheit verläuft oder über welchen Zeitraum Erkrankte Viren ausscheiden bzw. noch infektiös sind. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit maximal 14 Tage beträgt.
  • Das neuartige Coronavirus kann Atemwegssymptome und Fieber auslösen. Bei schwerem Verlauf kann es zu Atemproblemen und Lungenentzündungen kommen. Allgemein verläuft eine Infektion relativ milde wie ein grippaler Infekt und heilt innerhalb etwa einer Woche aus. Potenziell gefährlich ist die Infektion vor allem für ältere Menschen und Patient:innen mit chronischen Grunderkrankungen. Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus.
  • Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen, helfen Hygiene-Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus:
    • häufiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife,
    • Husten- und Nies-Etikette (nicht in die Hand, sondern in die Ellenbeuge niesen, Taschentücher nur einmal verwenden)
    • engen Kontakt mit Personen vermeiden, die husten, niesen oder Fieber haben.
  • Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, gilt eine Meldepflicht von Verdachtsfällen beim zuständigen Gesundheitsamt. Personen, die berechtigte Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, weil sie mit einem labordiagnostisch nachgewiesen Infizierten Kontakt hatten oder aus Regionen zurückkehren, in denen es vermehrt zu Übertragungen kommt, sollen generell Kontakte zu anderen Personen vermeiden und sich mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Wenn diese Menschen medizinische Hilfe benötigen, sollen sie nach telefonischer Anmeldung einen Arzt aufsuchen. Selbstverständlich ist bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Versorgung bei einem begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung sichergestellt. Das schließt auch die medizinisch notwendige Diagnostik mit ein. Die Entscheidung über eine Testung obliegt dem behandelnden Arzt.

Risikobewertung

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor.

Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern. Daher verweisen wir hier auf offizielle Quellen, die bei Änderungen der aktuellen Lage laufend aktualisiert werden:

Robert-Koch-Institut

Bundesministerium für Gesundheit

Auswärtiges Amt

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Informationen zur Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus

FAQ

Versicherte

Ja, die BKK ProVita übernimmt die Kosten auf einen Covid-19-Test bei an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzten.

Nein, der Selbsttest wird nicht von der Krankenkasse übernommen.

Nein, diese Kosten sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Nein, diese Kosten sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Es gibt FFP2- und FFP3-Masken sowie sogenannte „Community-Masken“ oder DIY-Masken, die selbst genähte werden. Jede dieser Masken hat andere Schutzeigenschaften. FFP2- und FFP3-Masken schützen beim Einatmen den Träger vor einer Infektion. Diese Masken sind aufgrund des Versorgungs-Engpasses derzeit Hochrisiko-Gruppen vorbehalten, beispielsweise Klinik-Personal. Die selbst genähten Behelfsmasken können beim Ausatmen das Umfeld des Trägers vor einer potentiellen Infektion schützen. Als Schutzmasken dürfen sie trotzdem nicht bezeichnet werden – dafür gibt es strenge Vorgaben und Zulassungen. Trotzdem werden sie aktuell im Umgang mit anderen Menschen, z.B. beim Einkaufen und der Nutzung des ÖPNV, empfohlen. Beide Arten von Mundschutz, ebenso Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Coronavirus-Prävention, sind keine Hilfsmittel im Sinne der Vorgaben für die gesetzliche Krankenversicherung. Daher können wir die Kosten dafür leider nicht übernehmen. Bitte nutzen Sie die Angebote oder auch Nähanleitungen, die derzeit bei vielen regionalen Anbietern, z.B. Schneidern, Nachbarschaftshilfen u.ä., oder auch online angeboten werden.

Wir öffnen schrittweise wieder unsere Service-Center mit umfangreichen Hygienemaßnahmen. Ob das Service-Center in Ihrer Nähe wieder geöffnet ist, erfahren Sie hier.

Eine Verlängerung bzw. die Bewilligung einer Neuausstellung ist möglich.

Ja, die Kurse können bis 31.12.2020 per Live-Übertragung durchgeführt werden. Wir erstatten zwei zertifizierte Präventionskurse im Jahr in Höhe von max. 213 €, je Kurs 80 % der Kosten

Ja. Falls sich Ihr Einkommen aufgrund der Corona-Pandemie stark reduziert hat, können wir Ihre Beiträge senken. Teilen Sie uns bitte schriftlich mit, in welchem Umfang sich Ihr Einkommen verringert hat, und machen Sie Angaben zu Ihrer aktuellen Einkommenssituation.

Pflege

Die Pflichttermine, sogenannte Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI, die die Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld sind, werden bis zum 30.09.2020 ausgesetzt. Die Betroffenen erhalten dennoch Pflegegeld.

Derzeit finden keine Besuch durch den Medizinischen Dienst statt, um den Grad der Pflegebedürftigkeit festzustellen. Die Einstufung erfolgt nach Aktenlage und ggf. telefonischer Befragung.

Arbeitgeber

Vor Ausspruch eines Beschäftigungsverbots wenden Sie sich bitte an die Krankenkasse der schwangeren Mitarbeiterin. In der Regel erfolgt bei einem betrieblichen Beschäftigungsverbot eine Erstattung über die Umlage 2.

Wenn Sie aufgrund der Corona-Pandemie wirtschaftlich betroffen sind, haben Sie die Möglichkeit, eine zinslose Stundung der bestehenden Forderungen sowie der laufenden Beiträge bis zum Beitragsmonat April 2020 zu beantragen. Diese Forderungen können bis zum 27.05.2020 gestundet werden, wenn Sie staatliche Hilfen beantragt haben.

Datum der Veröffentlichung:

27.02.2020 (Update: 29.04.2020)

Quellen:

Robert Koch-Institut (RKI); Auswärtiges Amt (AA); Bundesministerium für Gesundheit (BMG); Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Wichtiger Hinweis: Diese Informationen sind allgemein gefasst und ersetzen keinen persönlichen Kontakt zu einem Arzt oder einer Ärztin.

Zurück