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Krankengeld und Arbeitsunfähigkeit

Für die Dauer einer Arbeitsunfähigkeit wird nach Ablauf der Lohn- und Gehaltsfortzahlung grundsätzlich zeitlich unbegrenzt Krankengeld gezahlt. Wenn die Arbeitsunfähigkeit wegen immer derselben Krankheit besteht, ist Ihr Anspruch auf Krankengeld auf 78 Wochen innerhalb von drei Jahren begrenzt.

Das Krankengeld beträgt 70 % des Bruttoarbeitsentgelts bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze, jedoch nicht mehr als 90 % des Nettoarbeitsentgelts.

Das Krankengeld vermindert sich um die Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Von den Beiträgen zur Krankenversicherung sind Sie während der Bezugszeit von Krankengeld befreit.

Damit Ihre „Krankmeldung“ schnellstmöglich bearbeitet werden kann, senden Sie Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bitte innerhalb einer Woche an diese zentrale Adresse:

BKK ProVita
Münchner Weg 5
85232 Bergkirchen

Wichtige Informationen zu Krankschreibungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2: Eine telefonische Krankschreibung ist bei leichten Atemwegsbeschwerden bis 31. Mai 2020 weiterhin möglich. Ab 01. Juni 2020 ist wieder ein Arztbesuch notwendig. 

Bei Patienten, die bereits in der Praxis in Behandlung sind, können die Daten aus dem System gezogen werden. Bei Neupatienten müssen telefonisch die folgenden Daten abgefragt werden: Bezeichnung der Krankenkasse, Name, Vorname und Geburtsdatum des Patienten, Versichertenart, Postleitzahl und Wohnort.

In der entsprechenden Vereinbarung ist keine Anzahl der ausgestellten AU-Bescheinigungen bei einem Versicherten aufgeführt. Allerdings setzt das telefonische Ausstellen einer AU-Bescheinigung voraus, dass es sich um Erkrankungen der oberen Atemwege ohne schwere Symptomatik handelt und die Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 nicht erfüllt sind. Diese Voraussetzungen müssten nach Ablauf der ersten AU-Bescheinigung erneut geprüft werden: Der Arzt muss aufgrund der Befragung des Patienten zur Überzeugung gelangen, dass es sich nach wie vor um keine schwere Symptomatik handelt und die RKI-Kriterien nicht erfüllt sind.

Grundsätzlich ja. Allerdings muss sich der Arzt auch in diesem Fall davon überzeugen, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt und kein Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion besteht. Nur dann ist eine telefonische AU-Bescheinigung möglich.

Der Arzt entscheidet, ob er eine AU-Bescheinigung am Telefon ausstellt. Zudem kann das Gespräch am Telefon ergeben, dass es aus medizinischer Sicht notwendig ist, dass der Patient in die Praxis kommt, zum Beispiel zur weiteren diagnostischen Abklärung der Beschwerden.

Nein, ein Patient, der mittelbaren Kontakt – also Kontakt über eine weitere Person – zu einem Verdachtsfall hatte und selbst keine Symptome aufweist, erfüllt die Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit nicht. Wenn der Arbeitgeber in diesen Fällen kein Homeoffice ermöglicht, den Patienten aber dennoch nach Hause schickt, befindet sich der Arbeitgeber im sogenannten Annahmeverzug und muss weiterhin das Gehalt zahlen.

Dies gilt im Übrigen auch für Patienten, die unmittelbaren Kontakt zu einem Verdachtsfall hatten und selbst keine Krankheitssymptome aufweisen.

Nein, denn der Versicherte muss bei seinem Arbeitgeber den Papierausdruck einreichen.

Quelle: © 2020 Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
Weitere Informationen und wie Sie sich schützen können, finden Sie unter: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html
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