Pressemitteilung
Bergkirchen, 13.03.2026
BUNTER BALL an der Hermine-von-Parish Grundschule in Pasing
BKK ProVita fördert Projekt zur Stärkung der sozial-emotionalen Kompetenz von Grundschulkindern
Fröhlich laufen die Kinder der Klasse 1 dg am 26. Februar 2026 in die Turnhalle der Hermine-von-Parish Grundschule zur Sportstunde. Denn sie wissen: Im Sportunterricht geht’s heute wieder um Gefühle und wie man mit ihnen umgeht. Zusammen mit ihrer Lehrerin Antonia Wendler nehmen sie am Gesundheitsförderungsprojekt BUNTER BALL teil, das die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse begleitet. Heute sind auch die Rektorin Claudia Jarosch, der Schulrat Franz Mitterer, Anna Sysoev von der BKK ProVita, die das Projekt fördert, und Haider Hassan von „In safe hands e. V.“ da, dem Verein, der BUNTER BALL ins Leben gerufen hat. Sie alle wollen sehen, wie das Projekt umgesetzt wird.
AufwärmenUnd dann geht es auch schon los. Die Kinder dürfen sich im Aufwärmspiel passend zu ihrer Stimmung einen Ball in einer bestimmten Farbe auswählen. Jede Farbe steht für ein Gefühl. Nach dem Aufwärmen suchen sich die Kinder Partner, mit denen sie weitere Übungen machen. So werden einem Kind die Augen verbunden und es wird von dem anderen geführt. Oder die Kinder balancieren einen Ball zwischen ihren Körpern, ohne ihn mit den Händen festzuhalten. Die Zuschauer sehen, dass die Kinder mit Spaß und Eifer dabei sind. Grundsätzlich funktionieren die Unterrichtseinheiten bei BUNTER BALL nach ritualisierten Abläufen und folgen einem sozial-emotionalen Kompetenzmodell. Dabei werden Sport und Bewegung als Instrument genutzt und darüber motorische Kompetenzen aus dem Lehrplan vermittelt.
Emotionen erkennen und richtig damit umgehen
Antonia Wendler sagt zu BUNTER BALL: „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder durch die Übungen früh mit sozial-emotionalem Lernen in Kontakt kommen. Gerade im Grundschulalter ist es wichtig, Gefühle wie Freude, Wut, Trauer oder Angst zu erkennen und darüber sprechen zu können. Diese Kompetenzen helfen den Kindern nicht nur im Unterricht, sondern auch im täglichen Miteinander.“
„Vielen Kindern fällt es schwer, die Gefühle der anderen wahrzunehmen und richtig damit umzugehen. Das ist aber wichtig für ein harmonisches Miteinander, das letztlich auch zur seelischen Gesundheit beiträgt“, sagt Anna Sysoev von der BKK ProVita.
Nachhaltiges Gesundheitsförderungsprojekt für die gesamte Grundschulzeit
Claudia Jarosch, Rektorin der Hermine-von-Parish Grundschule, ist von BUNTER BALL begeistert. Sie sagt: „BUNTER BALL ist für unsere Schule ein sehr wertvolles und nachhaltiges Projekt. Besonders überzeugt uns, dass es die Kinder über vier Schuljahre hinweg begleitet und damit langfristig wirkt. Gleichzeitig lässt sich das Programm sehr gut in den regulären Ganztags- und Sportunterricht integrieren. So können soziale und emotionale Kompetenzen ganz selbstverständlich im Schulalltag gestärkt werden.“
Damit die Kinder erfahren, dass ihre Gefühle auch ernst genommen werden, darf am Ende der Unterrichtsstunde jedes Kind entscheiden, wie es sich von der Lehrerin verabschiedet. Ein Zeichen dafür, dass die Kinder der Hermine-von Parish Grundschule gerne bei BUNTER BALL mitmachen, ist: An diesem Donnerstag wollen fast alle Kinder von ihrer Lehrerin umarmt werden.
Weitere Informationen zu „In safe hands e. V.“ und BUNTER BALL gibt es unter https://insafehands.de/ und https://hermine-von-parish.edupage.org/a/bunter-ball.
Mit BUNTER BALL spielerisch die eigenen Emotionen kennenlernen
BUNTER BALL ist ein Vorsorgeprogramm für den Sportunterricht von Grundschulkindern, das vom Verein „In safe hands e. V.“ seit 2018 entwickelt wurde. Die Übungseinheiten des Programms finden während des regulären Sportunterrichts statt und begleiten die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse. Dabei lernen die Kinder sich selbst sowie ihre Emotionen und Bedürfnisse kennen. Sie entwickeln Strategien, um mit starken Emotionen umzugehen. Gleichzeitig werden die Kinder darin geschult, die Bedürfnisse anderer zu erkennen und Konflikte eigenständig zu lösen. Diese erworbenen Kompetenzen helfen den Kindern im allgemeinen Unterricht und auch darüber hinaus. Nachweislich stärken soziale und emotionale Kompetenzen die Widerstandsfähigkeit bei Krisen bis weit ins Erwachsenenalter.