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BKK ProVita

Planetary Health

Das Gesundheitskonzept für den ganzen Planeten

Warum wir von der BKK ProVita Gesundheit weiter fassen – und Sie dabei unterstützen, dies auch zu tun

Unser Gesundheitsverständnis ist von der Überzeugung geprägt, dass die persönliche Gesundheit und die Gesundheit unseres Planeten untrennbar verbunden sind. „Planetary Health“ beschreibt dabei die Abhängigkeit des Menschen von einem intakten Ökosystem.

Gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels

Bereits jetzt beobachten wir Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit:

  • Zunahme von Hitzewellen
  • erhöhte UV-Strahlen-Exposition
  • verlängerter Pollenflug
  • Zunahme von vektorübertragenden Infektionskrankheiten
  • schwerere Verläufe chronischer Erkrankungen
  • Zunahme von Antibiotika-Resistenzen
  • vermehrte Luftverschmutzung

Planetary Health – übersetzt planetare Gesundheit – ist ein Konzept, das einerseits total einfach ist und gleichzeitig ehrfurchtseinflößend umfangreich. Denn es befasst sich mit nicht weniger als den Zusammenhängen zwischen der menschlichen Gesundheit und den politischen, ökonomischen, sozialen und natürlichen Systemen unseres Planeten; also allem, was uns umgibt.

Die Grundannahme ist: Unser – also das menschliche – Wohlbefinden setzt eine intakte Umwelt voraus. Quasi: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper – in einer gesunden Umgebung.“

Bisher hatte man im Gesundheitswesen die Gesundheit des Menschen isoliert betrachtet – das heißt, ohne das Ökosystem miteinzubeziehen.

Doch dies erscheint immer unvollständiger. Gerade heute, in Zeiten vielfältiger und tiefgreifender Umweltveränderungen, muss Gesundheit umfassender verstanden werden. Im März 2014 erschien im Medizin-Journal „The Lancet“ erstmals ein Aufruf nach einem Umbau des öffentlichen Gesundheitswesens. Bereits ein Jahr später wurde das Konzept der „Rockefeller Foundation-Lancet Commission on Planetary Health“ veröffentlicht.

Das Konzept ist die Grundlage für das Gesundheitssystem der Zukunft und ist als solches ganzheitlich und interdisziplinär ausgerichtet.

So weit der umfangreiche Teil von Planetary Health. Und hier kommt der einfache Teil:

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Das Planetary Health Konzept ist Grundlage der 2015 gegründeten Planetary Health Alliance, ein weltweiter Zusammenschluss von 95 Universitäten, Nichtregierungsorganisationen, Regierungsstellen und Forschungsinstituten.

Angestoßen wurden die Überlegungen, die schließlich zum Planetary Health Konzept führten, durch den Arzt und Professor für Allgemeinmedizin Per Fugelli. Er befand bereits im Jahr 1993: „Der Patient Erde ist krank. Globale Umweltprobleme können ernsthafte Konsequenzen für die Gesundheit des Menschen haben. Für die Ärzte ist es Zeit, der Welt eine Diagnose zu stellen und einen Therapievorschlag auszuarbeiten“.

Unabhängig davon entwickelte eine Gruppe von Erdsystem- und Umweltwissenschaftlern das Konzept der „Planetary Boundaries (deutsch: planetare Grenzen). Als solche werden die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde bezeichnet. Das Überschreiten dieser Grenzen gefährdet die Stabilität des Ökosystems – und damit das Wohlergehen und sogar die Lebensgrundlage der Menschheit.

Derzeit sind neun planetare Grenzen beschrieben; vier davon seien bereits überschritten.

https://www.bmu.de/planetare-belastbarkeitsgrenzen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Planetary_Health#cite_note-Lancet2015-7

Gesellschaftliches Umdenken kann den Durchbruch zur Klimastabilisierung auslösen

Das Konzept Planetary Health beschäftigt sich mit unterschiedlichen Lebensstil-Faktoren, die Grundlage für ein gesundes Leben sind – für den Menschen und den Planeten.:

  • fleischarme/fleischlose, überwiegend regionale Ernährung
  • Verminderung des CO2-Ausstoßes
  • mehr (nicht-motorisierte) Bewegung

Jeder einzelne kann etwas bewirken. Es ist gut, das eigene Verhalten zu ändern. Aber das alleine reicht noch nicht. Wir müssen auch die Verhältnisse ändern. Denn die Strukturen haben sich in einer Art und Weise gewandelt, dass sich immer mehr Menschen ungesund ernähren und sich weniger bewegen.

Was hat die planetare Gesundheit mit einer Krankenkasse zu tun?

Als gesetzliche Krankenkasse haben wir einen klaren Auftrag: Gesundheit zu fördern, zu erhalten und wiederherzustellen.


Ist da der Wunsch nach planetarer Gesundheit nicht ein wenig hoch gegriffen?

Natürlich ist er hoch gegriffen. Aber darunter geht es für uns nicht – unser Gesundheitsverständnis umfasst die persönliche und die planetare Gesundheit.


Denn für die Gesundheit jedes einzelnen – egal ob BKK-ProVita-Mitglied oder nicht – sind eine intakte Umwelt und funktionierende Ökosysteme die Grundvoraussetzung.

Gleichzeitig greift jeder Mensch jeden Tag in die Umwelt ein, denn alle menschlichen Aktivitäten haben einen Einfluss auf das Ökosystem.

Es ist daher unser Wunsch und unsere Pflicht gleichermaßen, unsere Umwelt zu schützen. Denn so helfen wir mit bei der Gesunderhaltung unseren Planeten.

Helfen Sie uns?


Dabei unterstützen wir Sie: Wir fördern, ermuntern, bestärken unsere Versicherten bei einer gesunden, bewussten und umweltverträglichen Lebensführung.

Einer unserer Schwerpunkte hierbei ist die Förderung der vollwertig pflanzenbasierten Ernährung.

Wir übernehmen Verantwortung

Verantwortung übernehmen heißt für uns, in allen Bereichen Rücksicht auf die Belange der Umwelt zu nehmen. Wir sehen darin den einzigen Weg, um unseren Kindern und Enkeln eine ökologisch und sozial intakte Welt zu hinterlassen, auf der sie gesund und glücklich leben.

Auf dem Weg zu einem modernen Gesundheitsdienstleister schlagen wir einen Weg ein, den zuvor keine mittelbare Staatsverwaltung gegangen ist.

Wir übernehmen Verantwortung für den sorgsamen Umgang mit unserer Natur und setzen uns so für mehr Nachhaltigkeit ein. Die BKK ProVita ist die erste klimaneutrale Krankenkasse.

Doch damit nicht genug. Wir sind die erste und einzige gemeinwohlzertifizierte Krankenkasse. In unseren Gemeinwohlbilanzen, die wir alle zwei Jahre erstellen, stellen wir unseren Beitrag zum Gemeinwohl unter Beweis.

Mit mehr Achtsamkeit zu klimafreundlichem Verhalten

Achtsamkeit hilft uns dabei, den Alltag zu entschleunigen und den Moment bewusst zu erleben. Wir kommen zur Ruhe und gewinnen Klarheit.

Wer achtsamer mit sich selbst umgeht, geht auch achtsamer mit der Welt um. Warum?

Ganz einfach: In Stresssituationen neigt der Mensch dazu, auf gewohnte Verhaltensweisen zurückzugreifen. Er ist eben ein Gewohnheitstier.

Das Problem: Wir verharren unter Stress nicht nur in unseren alten und gewohnten Verhaltensmustern, wir sind automatisch auch weniger offen für das Erlernen neuer (klimafreundlicher) Verhaltensweisen.

Ein verbreiteter Stressfaktor heutzutage ist Zeitdruck: Der moderne Mensch befindet sich ständig im Wettlauf gegen die Uhr. Die Folge: Wir greifen dann gerne mal zu einem schnellen Fast-Food Mittagessen oder bewältigen kurze Strecken mit dem Auto. Vielleicht gewinnen wir dadurch kurzfristig ein paar Minuten – doch dafür fühlen wir uns müde und schlapp.

Auch steinzeitliche Programme beeinflussen noch immer unser Dasein: Der Jäger und Sammler in uns ist stets auf der Suche nach neuen Dingen, nach Erfolg. Tagtäglich lassen wir uns verführen und sind auf Schnäppchenjagd. Der moderne Mensch sucht sein Glück gerne im unendlichen Dschungel der (Online-) Einkaufsmöglichkeiten. Doch wie lange hält das Glücksgefühl an?

Wir müssen Ihnen wohl nicht verraten, dass es nicht der ständige Konsum materieller Dinge ist, der uns dauerhaft zufrieden macht. Achtsamkeitspraxis ermöglicht uns, den Blick auf die kleinen Glücksmomente des Alltags zu lenken und nicht in Grübeleien und Zukunftssorgen zu versinken.

Der Körper sagt Danke und die Erde auch.

Bewegung in eine gesündere Zukunft

Bewegung und Klimaschutz – wie passt das zusammen? Ziemlich gut finden wir.

Ein bewegungsfreudiger Alltag kann Unglaubliches bewirken. Fahren wir mit dem Fahrrad statt dem Auto zur Arbeit oder zum Einkaufen, bringen wir nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern leisten auch aktiven Klimaschutz, indem wir Luftverschmutzung und Lärm reduzieren.

Mit Ihrem eigenen Fitnessprogramm und klimafreundlichen Sportarten können Sie sich und die Umwelt fit halten.

Was ist klimafreundlicher Sport?

Klimafreundlich Sport treiben bedeutet, ein „Fairplay“ für Umwelt und Klima.

  • Achten Sie auf saisonalen Sport: Braucht es wirklich den Eiskunstlauf in den Sommermonaten?
  • Nutzen Sie Sportangebote in Ihrer Nachbarschaft und vermeiden Sie Anfahrtswege mit dem Auto.
  • Achten Sie bei Reisen auf ein vernünftiges Verhältnis zwischen Aufenthaltsdauer und Anreise. Übrigens lässt sich die Anreise in so manche Bergregion auch wunderbar mit dem Zug bewerkstelligen.
  • Unser „Klima-Held“: das Fahrrad. Ersetzen Sie Autokilometer durch das Rad.

Klar ist: Nur wer aktiv wird, kann Dinge verändern.

Ob wir uns nun mit klimafreundlichem Radfahren gelenkig halten oder Schwung in die Gesundheitspolitik bringen, wichtig ist: Wir haben uns auf den Weg gemacht. Zum Wohl für uns Menschen und den Planeten.

Verantwortungsvolle Ernährung

Was wir essen hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit unseres Planeten. Das hat auch ein Team von internationalen Experten erkannt, das die sogenannte Planetary Health Diet aufgestellt hat, einen Speiseplan, der allen Bewohnern der Erde eine gesunde und umweltfreundliche Ernährung ermöglichen soll.

Hintergrund ist, dass die weltweite Lebensmittelproduktion die größte Belastung darstellt, welche der Mensch dem Planeten zumutet. Sie bedroht das lokale Ökosystem und die Stabilität der Erde als Ganzes.

Wir sind alle aufgefordert, unsere Ernährungsgewohnheiten umzustellen.

Wie sieht die Planetary Health Diet aus?

Eine gesunde Ernährung basiert auf einer Vielzahl pflanzenbasierter Lebensmittel und nur geringen Mengen tierischer Produkte. Aus eher ungesättigten als gesättigten Fetten und einem sehr geringen Anteil an raffiniertem Getreide, hochverarbeiteten Lebensmitteln und zugesetztem Zucker.

Wer´s genau wissen möchte:

  • Der Konsum von Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen müsste ungefähr verdoppelt werden, der Verzehr von Fleisch und Zucker dagegen halbiert.
  • Neben der veränderten Ernährungsweise müsste die Lebensmittelproduktion verbessert und Lebensmittelabfälle müssten reduziert werden.
  • Der Report zeigt, dass es machbar ist, bis zum Jahr 2050 etwa 10 Milliarden Menschen auf der Erde gesund zu ernähren, ohne den Planeten zu zerstören.*

Wir sind für Sie da:

0800/6648808