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Meditation zum Jahresende

Vergangenes verabschieden, loslassen und Neues willkommen heißen

Meditieren ist ideal, um den Jahreswechsel bewusst entspannt (statt stressig) zu feiern. Die Atmung klärt den Geist und bringt ihn zur Besinnung: Kommt ein Gedanke, reflektieren wir ihn, spüren ihm nach und lassen ihn gehen. So entsteht durch die Meditation mehr Raum für Gelassenheit und Freude – ideal, um sich auf einen neuen Lebensabschnitt einzustimmen. Oder eben für einen guten Start in ein wundervolles neues Jahr!

Von Claudia Scheiderer

1. Einstimmen und sich getragen fühlen

Mach es dir auf einer Decke, Yogamatte oder einer anderen gemütlichen Unterlage für den Boden bequem und lege dich auf den Rücken. Die Beine sollten dabei leicht geöffnet sein, die Fußspitzen fallen locker nach außen, damit der Hüftbereich vollkommen entspannen kann.

Die Arme liegen leicht abgespreizt neben dem Oberkörper, die Handflächen zeigen zur Decke – durch diese Haltung öffnen sich die Schultern. Genieße nun die Schwerkraft, die Anziehung der Erde. Schließe die Augen und fühle nach, wie der Boden dich trägt. Wenn du diesem Gefühl vertraust, kannst du alles loslassen: Gedanken, Muskeln, die Zeit.

2. Die Atmung: Alles kommt und geht

Komme mit der Aufmerksamkeit zu deiner Atmung. Beobachte, wie sich dein Bauch bei jeder Einatmung hebt und mit der Ausatmung wieder senkt. Bemerke die vier Takte deiner Atmung: einatmen – kurze Pause – ausatmen – kurze Pause. Es ist ein Kommen und Gehen, ein An- und Abschwellen, ein Werden und Vergehen. Ein neues Jahr kommt, ein altes Jahr geht.

„Mache es der Atmung nach: Lasse altes los und mache Platz für frische Energie im kommenden Lebensabschnitt.“

3. Beim Jahresrückblick trotz allem: Dankbar sein

Richte dich nun über die linke Seite hoch und komme in einen bequemen, für dich entspannenden Yogasitz. Verschränke deine Arme auf dem Rücken, indem du jeweils deine Handgelenke umfasst. Dann beuge dich nach vorne, und lege deine Stirn auf den Boden. Wenn sich das nicht gut anfühlt oder zu schwierig ist, einfach alternativ beide Handflächen seitlich neben deinen Kopf stellen. Bleibe in dieser Haltung mehrere Minuten, bzw. solange es angenehm ist, und fühle, wie die Energie vom Steißbein in das Schädeldach (die Fontanelle) fließt. Mit dieser Verbeugung danke dem vergangenen Jahr. Fühle Dankbarkeit, Hingabe und Demut nach. Am Ende richte dich wieder langsam Wirbel für Wirbel auf.

Person meditiert

4. Besinnung auf den Sitz der Seele

Strecke jetzt ruhig einmal die Beine aus und massiere sanft deine Knie, bevor du wieder deine Sitzposition einnimmst. Achte darauf, dass das Kinn leicht nach unten angezogen ist.

Hebe nun die Arme zur Seite und verschließe mit den Zeigefingern beide Ohren. Wander mit deiner Konzentration von den Ohren waagerecht nach innen zur Kopfmitte. Lausche hier deinem inneren Ton. Höre ein gleichmäßiges Rauschen, einen Om-Ton, ein Brummen, Flöten oder Pfeifen? Bleibe eine Weile in deinem ureigenen Ton. Er schenkt dir Geborgenheit und Vertrauen. Und er ist immer da, auch wenn du ihn im Alltag normalerweise nicht wahrnimmst. In der Yogatradition wird die Kopfmitte, also der Bereich hinter dem „dritten Auge“, als Sitz der Seele beziehungsweise des individuellen Selbst angesehen.

„Eine schöne Aussicht in die Natur hilft dabei, sich mit allem tief verbunden zu fühlen.“

5. Sich zum Jahreswechsel mit allem verbunden fühlen

Beim fünften und letzten Punkt – sitzt du weiterhin bequem? – richte deinen inneren Fokus von der Kopfmitte nach oben an den Scheitelpunkt des Kopfes (Fontanelle). Stelle dir jetzt vor, dass du über die Fontanelle einatmest. Verharre mit deiner Aufmerksamkeit und der Atmung ein paar Sekunden lang hier oben in deiner Krone. Atempause. Eventuell nimmst du Licht im gesamten Kopfraum wahr. Nun schicke deinen Atem (und die Energie) von der Fontanelle nach unten in die Steißbein-Region. Verharre auch hier kurz. Mache dabei eine Atempause. Mit dem Einatmen wanderst du dann die Wirbelsäule wieder nach oben zur Fontanelle. Und so weiter.

Machen diese Übung ein paar Minuten lang und beende die Atem- und Energiezirkulation mit einem kurzen Verharren in der Fontanelle.

Hier fühlst du die Verbundenheit mit allem, was ist, was war und was kommen wird: ein neues Jahr und mit ihm ein neuer Lebensabschnitt voll spannender neuer Erlebnisse und glücklicher Erfahrungen für dich!

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Dieser Beitrag erschien zuerst im „Magazin fürs Leben“ (Ausgabe 4/2021). Unsere Mitgliederzeitschrift bietet viermal im Jahr viele spannende Themen.

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Über Claudia Scheiderer

Claudia Scheiderer ist Journalistin und hat viele Jahre in der Unternehmenskommunikation gearbeitet. Sie unterrichtet Yoga, Rücken- und Entspannungskurse. Ihr beständiger Ruhepol ist die Bewegung in der Natur und regelmäßiges Meditieren.