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BKK ProVita

PRESSEMITTEILUNG

Bergkirchen, 11.04.2022

Abschließende Stellungnahme

Andreas Schöfbecks Kampagne zu angeblich nicht erfassten Impfnebenwirkungen war nicht abgestimmt und von seiner persönlichen Haltung gegen die Corona-Impfung geprägt.

Auch einige Wochen nach der Veröffentlichung des Brandbriefes von Andreas Schöfbeck ans Paul-Ehrlich-Institut sowie seinem Zeitungsinterview kochen die Emotionen im Netz und in den Medien über die fristlose Entlassung des Ex-Vorstands der BKK ProVita weiter hoch. Es wird vor allem darüber spekuliert, dass Schöfbeck zugunsten der Impfkampagne „geopfert“ wurde und seine Erkenntnisse zu einer „deutlichen Untererfassung“ von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Covid-19-Impfungen aus politischen Gründen unterdrückt werden sollen. Die BKK ProVita distanziert sich deutlich von dieser Lesart der Geschehnisse.

Das kurzfristige Ultimatum im Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut und die Veröffentlichung in der Zeitung DIE WELT zeigen: Es ging Schöfbeck offensichtlich nie um wissenschaftlichen Diskurs und Aufklärung, sondern um die Unterfütterung seiner persönlichen, öffentlich und intern immer wieder geäußerten ablehnenden Haltung gegenüber der Impfung und sonstigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Andreas Schöfbeck hat im Alleingang gehandelt. Er hat das Kontrollgremium und die Fachabteilungen der BKK ProVita gezielt umgangen. Ebenso hat er im Nachgang unabgestimmt eine relativierende Pressemitteilung auf die Homepage der BKK ProVita gestellt. Diese sowie das Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut wurden von der BKK ProVita nachträglich wieder entfernt.

Fristlose Entlassung als Konsequenz

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Jeder Person steht es frei, ihre Meinung zu äußern. Für Amtsträger einer Behörde – und das ist der Vorstand einer Krankenkasse als Körperschaft des öffentlichen Rechts – gilt im besonderen Maße eine Sorgfalts- und Neutralitätspflicht.

Der Verwaltungsrat der BKK ProVita beschloss am 1. März 2022 die fristlose Entlassung von Andreas Schöfbeck aus dem öffentlichen Dienst und hat ihn in der Folge auch seines Amtes als Vorstand der BKK ProVita enthoben. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes von Andreas Schöfbeck, den die BKK ProVita selbstverständlich wahrt, wird sie in der Öffentlichkeit keine Aussagen zu den weiteren Hintergründen dieser Entlassung machen.