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BKK ProVita

Veggie für alle!

So kann pflanzliche Ernährung allen gelingen!
Profisportler:innen berichten aus ihrem veganen Leben

Pflanzliche Ernährung ist gesund und macht fit. Mit den leckeren Rezepten von Profisportler:innen und der neuen „Gießener vegane Lebensmittelpyramide“ aus der Broschüre „BKK ProVita – Pflanzlich gesund kochen.“ ist pflanzliche Ernährung ganz einfach, sie macht Spaß und schmeckt lecker. Die Profi-Beachvolleyballerin Karla Borger und der Profi-Fußball-Torhüter Andreas Luthe (1. FC Union Berlin) stellen ihre Lieblingsrezepte vor und sprechen mit uns über ihre vegane Ernährung.

Pflanzliche Ernährung ist beliebter denn je. Laut ProVeg (dem ehemaligen Vegetarierbund Deutschland) gibt es mittlerweile in Deutschland rund 8 Millionen Vegetarier:innen und 1,3 Millionen Veganer:innen. Die Vorteile der pflanzlichen Ernährung für Tiere und Umwelt sind unbestritten. Auch in der aktuellen Debatte um den Klimawandel geht es immer wieder um den viel zu hohen Fleischkonsum, verbunden mit Massentierhaltung, Regenwaldabholzung und intensiver Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen. Expert:innen sind sich einig: Um die Erde zu retten, müssen wir unser Ernährungsverhalten ändern.

Aber wie sieht es bei den Vorteilen pflanzlicher Ernährung für die Menschen selbst aus? Wie steht es um die körperliche und geistige Fitness von Veganer:innen? Wie gesund ist pflanzliche Ernährung? Worauf muss man achten? Und wie gelingt die Umstellung?

Wir sprachen mit Karla Borger, Profi-Beachvolleyballerin, und Andreas Luthe, Bundesliga-Torwart vom 1. FC Union Berlin, über pflanzliche Ernährung. Beide ernähren sich vegan. Sie berichten über ihre ganz persönlichen Erfahrungen und geben Tipps zur Ernährungsumstellung sowie zur Integration in den Alltag.

Karla Borger

Karla Borger nennt zwei Gründe für ihre Ernährungsumstellung vor drei Jahren: zum einen die Diagnose Vorstufe Krebs (HPV-Viren im Gebärmutterhals, das Gewebe wurde weggelasert). „Da habe ich das erste Mal gemerkt, dass ich zu wenig auf meinen Körper höre bzw. gehört habe und ihm mehr Aufmerksamkeit widmen sollte.“ Einen weiteren Anstoß gab ihr Freund, den sie zu diesem Zeitpunkt kennenlernte. „Er hatte sich schon länger vegan ernährt und ist ein begnadeter Koch, der mir die Umstellung sehr viel leichter gemacht hat.“

Umstellung auf vegan passiert selten von heute auf morgen

Andreas Luthe ist seit mehr als sechs Jahren Veganer. Seit Beginn seiner Karriere als Profi-Fußballer beschäftigt er sich mit gesunder Ernährung und möchte durch die richtige Nahrung seine körperliche Leistungsfähigkeit und damit seinen Erfolg steigern und auch bewahren. Die Umstellung auf vegan ist ihm nicht schwergefallen: „Es ist natürlich nicht von heute auf morgen passiert, sondern ich habe schon Zeit aufgewendet, um herauszufinden, was sind die richtigen Gerichte, welche Bausteine braucht es über eine Woche, um mich wirklich vollwertig zu ernähren.“

„Gerade wenn man das ganze Jahr unterwegs ist, ist das nicht so einfach, wie man denkt“, sagt Karla Borger. „Am schwierigsten ist es, ‚Alltagsprodukte‘ beim Einkaufen nicht mehr als alltäglich zu betrachten, sondern immer auf die Zutatenliste zu schauen. Mittlerweile ist das durch die immer mehr verbreiteten Vegan-Labels einfacher geworden, aber es gehört gerade im Ausland auch sehr viel Disziplin dazu.“

Vegan leben heißt mehr, als nur rein pflanzlich essen

Seit Karla Borger vegan lebt, hat sich auch ihr Alltag verändert: „Man lebt prinzipiell ein wenig bewusster, man achtet auch mehr auf Dinge außerhalb der Ernährung. Ich persönlich will Plastik so gut es geht vermeiden, verwende nur noch Bambuszahnbürsten, kaufe keine Tüten mehr im Supermarkt, sondern bringe meine eigenen mit, habe unterwegs immer mein eigenes Bambusbesteck dabei – viele Kleinigkeiten, weil man sich einfach mehr mit der Umwelt im Allgemeinen auseinandersetzt. Ich koche gelegentlich – nicht allzu viel, aber mehr als früher, und wenn, dann auf jeden Fall vielfältiger. Früher gab es ein Stück Fleisch mit Beilage, heute ist es viel abwechslungsreicher.“

Andreas Luthe ist es gelungen, die pflanzliche Ernährung gut in seinen Alltag zu integrieren. In der Anfangszeit war das vegane Speisenangebot noch nicht so groß, da war es nicht so leicht – gerade auf Reisen. Aber da er schon immer Freude am Kochen und guten Essen hatte, konnte er sich selbst helfen. „Da habe ich mir viel mitgenommen und viel selbst gekocht.“ Auch von den Mannschaftsärzt:innen und Köch:innen wurde er immer unterstützt. Im Profi-Fußball gibt es mittlerweile eine große Offenheit gegenüber pflanzenbasierter Ernährung, und das vegane Speisenangebot ist inzwischen viel größer. Besonders in Berlin, wie Andi Luthe nach seinem Wechsel in die Hauptstadt erfahren durfte: „Da ist das Angebot an veganen Restaurants riesig. Es gibt unglaublich viel auszuprobieren, zu entdecken. Ich vermisse nichts. Es gibt quasi für jedes Gericht, das ich früher mal geliebt habe, eine vegane Alternative.“

Karla Borger sagt:

  • Heute ist mein Speiseplan viel abwechslungsreicher.
  • Ich fühle mich allgemein besser, vor allem auch nach dem Essen.
  • Ich kenne jetzt viel mehr Gemüse, Obst und Getreidesorten und esse viel vielfältiger als vorher.

Vegane Profis gehen auf Nummer sicher

Karla Borger hat immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen: „Vor allem im Sport gibt es gerade bei Trainer:innen und Betreuer:innen noch die sehr alte und festgefahrene Meinung, dass man genug Proteine nur aus Eiern, Fleisch und Fisch bekommen kann, das ist teilweise schon echt traurig.“ Auf Reisen habe sie daher „eigentlich immer einen kompletten Koffer mit Essen dabei“: Tempeh, Samen zum Keimen, Milch-Alternativen, Snacks etc., denn „man weiß ja nie, wie die Auswahl vor Ort letztendlich wirklich ist“.

Die Beachvolleyballerin kam gerade von den Olympischen Spielen in Tokyo zurück. Sie merkte dort, dass es unter den Sportler:innen immer mehr „Gleichgesinnte“ gibt. Nach dem Speisenangebot gefragt, sagt sie: „Es gibt eine ziemlich große Auswahl an veganen Speisen im olympischen Dorf.“

Andreas Luthe hat es gut im Gefühl, was er in einer Woche so zu sich nehmen muss, um sich vollwertig zu ernähren. „Klar, B12 supplementiere ich, aber das ist sicherlich selbstverständlich.“ Karla Borger macht regelmäßig Bluttests, um zu wissen, was ihr Körper braucht. Sie sagt: „Manche Dinge wie B12 oder Vitamin D3 in Verbindung mit K2 supplementiere ich einfach ‚provisorisch‘, da kein Mensch, nicht mal eine Beachvolleyballspielerin, genug B12 aus Wildkräutern oder Sonnenlicht über die Haut aufnehmen kann.“

Andreas Luthe sagt:

  • Ja, ich habe viel gelesen und bin dann bei der veganen Ernährung hängengeblieben.
  • Ich wollte einfach noch mehr tun, um körperlich fit zu bleiben und vielleicht auch die Karriere hinten raus noch etwas verlängern zu können.
  • Ich glaube, dass meine Ernährungsweise ein Baustein ist, der dazu geführt hat, dass ich noch so fit bin.

Vegane Ernährung – für unsere Profis die richtige Entscheidung

Andreas Luthe ist „sehr, sehr froh“ über seine Entscheidung, sich pflanzlich zu ernähren, und kann sich eigentlich keine andere Ernährungsweise mehr vorstellen. Er glaubt, dass die pflanzliche Ernährung dazu beitrage, dass er noch so fit ist: „Ich habe seitdem ein unheimlich gutes Körpergefühl. Ich bin selten verletzt und insgesamt – trotz meiner jetzt schon 34 Jahre – immer noch sehr gut unterwegs im Profifußball.“

Auch Karla Borger fühlt sich allgemein besser und sagt: „Ich bin auf jeden Fall weniger bis kaum noch krank und habe sehr viel weniger kleine Verletzungen, Entzündungen oder dergleichen.“

Tipps für die Umstellung von Karla Borger und Andreas Luthe

Unseren Leser:innen, die ihre Ernährung auf vegan umstellen wollen, rät Andreas Luthe, sich langsam an das Thema heranzutasten und sich selbst nicht zu überfordern. „Einfach Dinge in der Küche ausprobieren, damit man nicht den Spaß am Essen verliert. Das dauert einfach eine Zeit, aber es lohnt sich“, ist er überzeugt.

Karla Borger empfiehlt: „Kauft euch ein paar Kochbücher von coolen Köchen und probiert es einfach aus! Ihr werdet euch wundern, was man ’nur‘ mit Gemüse alles anstellen kann. (Be-)sucht vegane Restaurants in eurer Nähe, es gibt mittlerweile eine echt große Auswahl in Deutschland.“ Und für alle, die sagen, sie könnten nicht auf Fleisch, Fisch, Käse verzichten, hat sie einen Tipp parat: „Einfach mal an der veganen Kühltheke im Supermarkt vorbeigehen und sich durchprobieren – und immer daran denken: Auch an der Käse- oder Fleischtheke wird kaum einem Menschen alles schmecken. Gebt den Produkten eine Chance, ihr werdet es nicht bereuen!“


Karla Borger

Karla Borger wurde am 22.11.1988 in Heppenheim geboren.

Schon als Jugendliche spielte sie in der 1. Liga, zunächst Hallenvolleyball. Mit 20 Jahren begann sie ihre Profi-Beachvolleyball-Karriere und wurde prompt Vize-Weltmeisterin (2013) und zweimal Deutsche Meisterin (2014 und 2019).  Sie nahm 2021 zum zweiten Mal an den Olympischen Spielen teil.

Sie ernährt sich seit 2018 vegan – weil sie anfing, sich mit dem Thema Essen auseinanderzusetzen: „Ich will meinem Körper etwas Gutes tun!“

Andreas Luthe

Andreas Luthe wurde am 10. März 1987 in Velbert geboren. 

Er ist seit 2009 Profi-Fußballtorwart. Seine bisherigen Stationen sind:

VfL Bochum
FC Augsburg
1. FC Union Berlin (aktuell)

Der Profi-Torwart ernährt sich seit 2015 vegan, weil er „die gesundheitlichen Vorteile im Profisport“ schätzt und ihm „der Gedanke gefällt, mit meiner Ernährung dem Planeten etwas Gutes zu tun“.


„BKK ProVita – Pflanzlich gesund kochen.“
Leckere Rezepte von Profisportler:innen

Die BKK ProVita beschäftigt sich seit vielen Jahren mit vollwertiger pflanzlicher Ernährung. In der neuen Broschüre „BKK ProVita – Pflanzlich gesund kochen.“ stellen vegane Spitzensportler:innen ihre Lieblingsrezepte vor. Alle Rezepte enthalten ausführliche Nährwertangaben, die der Ernährungswissenschaftler Dr. Markus Keller ermittelt hat. Er hat auch die „Gießener vegane Lebensmittelpyramide“ für die BKK ProVita erstellt, die ebenfalls in der Broschüre enthalten ist.

Und natürlich werden auch die Sportler:innen vorgestellt.

Die vegane Food-Bloggerin und Kochbuchautorin Lea Green hat alle Rezepte geprüft und fotografiert. Ihre Erfahrung und ihr großes Wissen über pflanzliche Ernährung haben zum Gelingen der Broschüre beigetragen.

Die neue Broschüre „BKK ProVita – Pflanzlich gesund kochen.“ macht Lust auf pflanzliche Ernährung. Anfordern kann man sie hier.

Pflanzlich gesund essen – darauf kommt es an!

Die BKK ProVita hat zusammen mit Dr. Markus Keller vom gemeinnützigen Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) die „Gießener vegane Lebensmittelpyramide“ entwickelt. Damit steht erstmals eine nützliche Übersicht aller Nahrungsmittel für eine gesunde, vollwertige, pflanzliche Ernährung bereit. Die Pyramide enthält genaue Mengenangaben zu allen Arten von Lebensmitteln, die Vegarner:innen täglich brauchen. Außerdem gibt sie wichtige Hinweise auf Nährstoffe und Vitamine, die in pflanzlicher Ernährung nicht enthalten sind und zusätzlich zugeführt werden müssen.

Viele zusätzliche Tipps und weitere Informationen zu kritischen Nährstoffen bei pflanzlicher Ernährung bietet die BKK ProVita auf ihrer Website unter www.bkk-provita.de/ernaehrung.


Andreas Schöfbeck

„Pflanzliche Ernährung ist so bunt wie die ‚Gießener vegane Lebensmittelpyramide‘ der BKK ProVita. Mit ihr gelingt es ganz einfach, die Lebensmittel und Nährstoffe, die ein Mensch für eine gesunde Ernährung täglich braucht, zu sich zu nehmen“, sagt der begeisterte Veganer Andreas Schöfbeck.


Gesunde pflanzliche Ernährung:
Das sagt der Experte Dr. Markus Keller.

Dr. Markus Keller ist Ernährungswissenschaftler und Experte für vegetarische, vegane und nachhaltige Ernährung. Der Leiter des Forschungsinstituts für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) in Gießen sagt: „Gesundheitliche Vorteile pflanzlicher Kost für die allgemeine Bevölkerung sind vielfach belegt. So zeigen verschiedene Studien, dass Veganer:innen ein teilweise deutlich verringertes Risiko für Krankheiten aufweisen, die durch die Ernährung mitbedingt sein können: Sie sind schlanker, haben einen niedrigeren Blutdruck und erkranken seltener als Mischköstler:innen an Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Herzerkrankungen und einzelnen Krebsarten.“

Über die Auswirkungen von pflanzlicher Ernährung auf die sportliche Leistungsfähigkeit sagt Dr. Keller: „Es gibt zwar bislang nur wenige Studien, die sich gezielt mit veganer Ernährung und Leistungssport befassen, doch dort zeigt sich, die Leistung der Sportler:innen ist mindestens genauso gut wie die ihrer nicht-veganen Kolleg:innen. Viele vegane Profisportler:innen berichten zudem von einem besseren Körpergefühl, schnelleren Regenerationszeiten und verringerter Verletzungsanfälligkeit nach ihrer Umstellung auf eine rein pflanzliche Kost.“


Tipp: Fordere jetzt dein kostenfreies Exemplar der Broschüre „BKK ProVita – Pflanzlich gesund kochen.“ mit den Lieblingsrezepten von Karla Borger und Andreas Luthe hier an. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen!